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8 Schweizer Politiker mit coolen Online-Präsenzen

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Eine moderne, aktiv betreute Online-Präsenz gehört für viele Politiker heute zum A und O der Kommunikation – gerade in einer Direkten Demokratie wie der Schweiz, in der sich die Bürger eine permanente Teilhabe an der Politik gewohnt sind und in der sie mehrmals im Jahr zur Urne gerufen werden.

Den Kontakt zu ihren Wählerinnen und Wählern konstant zu pflegen und eine Community aufzubauen, welche die eigenen Botschaften vervielfältigt und sich für Kampagnen mobilisieren lässt, ist dabei unerlässlich. Klar gibt es noch immer so manche Politiker, die bewusst auf einen Auftritt in den sozialen Medien verzichten und damit gut über die Runden kommen. Sie werden allerdings seltener, weil der Wettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit in den letzten Jahren nicht weniger hart geworden ist, sondern sich gerade auch wegen den sozialen Medien als begehrtem Echoraum für Journalisten und politinteressierte Bürger weiter zugespitzt hat.

Es gibt zahlreiche Politikerinnen und Politiker, die virtuos auf der Klaviatur der politischen Online-Kommunikation spielen und die sozialen Medien gekonnt nutzen, um den Kontakt mit der Bevölkerung zu halten und ihre Botschaften zu verbreiten. Hier eine von Schweizer Politikern, die mit eigenen, teils kreativen Konzepten online erfolgreich unterwegs sind. Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit – ganz im Gegenteil.


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1 Thomas Matter

Der Zürcher SVP-Nationalrat und Banker produziert fast jede Woche eine eigene TV-Sendung, die er über seine Kanäle auf Facebook, Twitter und Instagram verbreitet. Die Lancierung seines Formats «In den Sümpfen von Bern» hat er intensiv und professionell beworben. In den sozialen Medien baute er durch ständige Aktivität eine beträchtliche Community auf, zudem sammelt er laufend Mailadressen über sein Newsletter-Anmeldesystem. Dank dieser Maschinerie erreichen seine Online-TV-Botschaften jede Woche bis zu mehreren zehntausend Zuschauer. Clever! Denn damit schafft man sich auch eine gewisse Unabhängigkeit von den Massenmedien.


2 Lukas Reimann

Der junge SVP-Nationalrat aus dem Kanton St. Gallen und AUNS-Präsident gehört hierzulande zu den «Social Media-Propagandisten» der ersten Stunde. Gerade auf Facebook zählt er mit über 14’000 Fans zu den populärsten Politikern der Schweiz. Bezahlte Werbung schaltete er unseres Wissens nie, vielmehr setzt er auf die Bewirtschaftung von Themen, welche den Menschen unter den Nägeln brennen und deshalb wie wild geteilt werden. Neuerdings setzt Reimann vermehrt auf Videobotschaften, in denen er als Reporter Menschen besucht oder sich interviewen lässt. Seine Auftritte wirken stets authentisch und bodenbehaftet, weswegen er wohl nicht zuletzt dank den sozialen Medien – trotz seines noch jungen Alters – der bestgewählte Nationalrat des Kantons St. Gallen geworden ist.


3 Roger Köppel

Der Weltwoche-Verleger und bestgewählte Nationalrat der Schweiz ist wahrscheinlich kein Online-Virtuose frühester Stunde. Die sozialen Medien hat er mit seinem Einstieg in die Politik vor mehr als fünf paar Jahren zu bespielen begonnen. Seither fällt er durch besondere Aktivität auf, was darauf schliessen lässt, dass er sich professionell unterstützen lässt. Seinen tausenden von Fans bietet er täglich beste Unterhaltung. Wie ein Wirbelwind kommentiert er das Weltgeschehen und verbreitet das Videoformat «Weltwoche Daily», das immer werktags produziert wird.

Mit seinen eingespielten Kommunikationskanälen (Weltwoche-Editorial, Weltwoche Daily und politische Reden) hat er sich als Stimme etabliert, die sich online Gehör verschaffen kann. Im Vergleich zu anderen Politikern ist auch seine Website modern und übersichtlich gestaltet. Das Gesamtkonzept passt, wenngleich Roger Köppel im Grunde genommen hauptsächlich Roger Köppel sein muss, um Erfolg zu haben. Seiner rhetorischen Stärke und spitzer Feder verdankt er eine grosse, glühende Anhängerschaft.


4 Cédric Wermuth

Der ehemalige Juso-Präsident und heutige SP-Nationalrat gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Online-Kommunikatoren der Schweizer Politik. Er nutzt seine Kanäle gekonnt und schafft es am Laufmeter, dass seine Botschaften auch medialen Widerhall finden. Er hat erreicht, was in der Schweiz nur den allerwenigsten Politikern gelingt: Auf Facebook, Twitter und Instagram eine gleichermassen starke Reichweite zu erzielen. Auf Twitter zählt sein Profil fast 50’000 Follower – Politischer Schweiz-Rekord! Auch seine persönliche Website überzeugt: Modernes, schnörkelloses Design, die Botschaften sind rasch ersichtlich. Wermuth ist einer der Politiker, welche ihren Online-Auftritt glasklar zum eigenen Vorteil zu nutzen vermögen.


5 Christian Wasserfallen

Der Berner FDP-Nationalrat hat nicht die meisten Fans und Follower, erzielt aber regelmässig hohe Interaktionsraten. Er tritt online mit eigenem Signet auf – mit einem Wassertropfen, wohl anspielend auf seinen Nachnamen. Originell auch sein Videoformat, über das er teilweise eigenständige, bürgerliche Positionen verbreitet: Es nennt sich «wasserfallen.news». Auf seiner Website gibt er viele persönliche Informationen preis, was Nähe vermittelt.


6 Natalie Rickli

Wohl eine der erfolgreichsten Politikerinnen auf Facebook ist die 2019 in den Zürcher Regierungsrat gewählte Natalie Rickli. Sie gehört mit 29’000 Fans zu den reichweitenstärksten Politikerinnen. Diese bedient sie regelmässig mit cleveren, sich und ihre Schwerpunkte sehr professionell in Szene setzenden Botschaften. Sie vermengt dabei Einblicke in Persönliches geschickt mit politischen Inhalten. Sie hat sich gekonnt ein staatsmännisches Image verleihen können, das perfekt auf sie zugeschnitten scheint.


7 Benjamin Fischer

Mit einem frischen, stark auf Online-Campaigning setzenden Wahlkampf schaffte es Benjamin Fischer als Präsident der Jungen SVP Schweiz 2019 fast in den Nationalrat. Der SVP-Kantonsrat verpasste den Einzug bloss um einen Sitz und liess dabei so manch arrivierten Parteikollegen hinter sich. Für einen nationalen Politiker zwar noch nicht allzu viele Anhänger in den sozialen Medien zählend, gehört der begnadete Rhetoriker Fischer gleichwohl zu den Aufsteigern in der Schweizer Politik. Seit Anfang 2020 präsidiert der U-30er mit der SVP des Kantons Zürich eine der bedeutendsten Kantonalparteien der Schweiz. Profiliert und kreativ waren 2019 seine Online-Aktion «volkslobbyist.ch» und sein mit Emojis verziertes, auffälliges Wahlplakat.


8 Alain Berset

Der SP-Bundesrat ist ein wahrer Medienprofi. Egal ob auf Facebook, Twitter oder Instagram – überall brilliert er mit sauberen Profilen und einer weitläufigen Community. Er ist sogar der unbestrittene «Follower-King» auf Instagram, dem am stärksten wachsenden sozialen Netzwerk, das vor allem auch bei unter 30-Jährigen sehr beliebt ist. Man kann sich fragen, ob ein Bundesrat mit Milizparlamentariern, die ihre Kommunikationspolitik noch häufig selbst betreiben, verglichen werden kann. Schliesslich können Bundesräte auf ein ganzes Heer an Medienspezialisten zählen, die sie kommunikationstechnisch unterstützen. Bersets Online-Auftritte stechen dennoch hervor: Sein Ratskollege Ignazio Cassis beispielsweise zählt auf Facebook sieben Mal weniger (4’900) Fans als Berset (37’500).

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